Saisonkalender für Deutschland: Wann hat welches Obst und Gemüse Saison?
💡 Das Wichtigste in Kürze:
- Saisonales Obst und Gemüse schmeckt besser und ist günstiger
- Jede Jahreszeit bietet unterschiedliche Sorten in Deutschland
- Regional unterschiedliche Erntezeiten – Süden oft 2-3 Wochen früher
Wer kennt das nicht: Im Supermarkt liegen Erdbeeren im Dezember und Äpfel das ganze Jahr über in den Regalen. Dabei hat fast jedes Obst und Gemüse in Deutschland eine natürliche Saison, in der es besonders frisch, günstig und geschmacklich überzeugt. Vor allem in den Regionen südlich des Mains beginnen viele Ernten deutlich früher.
Frühling: Spargel, Rhabarber, Bärlauch, Radieschen und erste Erdbeeren
Der Frühling bringt endlich wieder regionale Frische auf den Tisch. Der Klassiker schlechthin ist weißer und grüner Spargel, der ab April/Mai geerntet wird und bis Juni Saison hat. Parallel dazu erscheint Rhabarber – ideal für Kompott und Kuchen. Bärlauch aus dem Wald bereichert Salate und Pesto im März und April. Radieschens und Rettiche sind pflegeleicht und ab März erhältlich. Ab Mai starten die ersten heimischen Erdbeeren durch – nicht zu verwechseln mit importierten Frühjahrserdbeeren aus südlichen Ländern.
Sommer: Kirschen, Himbeeren, Johannisbeeren, Tomaten, Gurken und Zucchini
Der Sommer ist die Hochsaison für Obst und Gemüse. Kirschen und Erdbeeren erreichen ihren Höhepunkt im Juni/Juli. Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren folgen kurz danach. Bei den Gemüsesorten dominieren Tomaten – ob Fleisch-, Cherry- oder Salattomaten – die bis September erntereif sind. Gurken und Zucchini gedeihen in der Wärme prächtig. Auch Paprika, Auberginen und Bohnen haben Hochsaison. Aprikosen und Pfirsiche runden das sommerliche Angebot ab. Dies ist die beste Zeit, um saisonales Obst und Gemüse zu konservieren und einzufrieren.
Herbst: Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Kürbis, Kartoffeln und Pilze
Mit dem Herbst beginnt die Erntezeit der Lagerfrüchte. Äpfel und Birnen in zahllosen Sorten prägen den September bis November. Zwetschgen und Mirabellen erreichen ihren Höhepunkt im August/September. Kürbisse in verschiedenen Sorten erscheinen ab September – perfekt für Suppen und Gratins. Kartoffeln werden ab Juli/August ausgegraben und sind bis Frühjahr lagerfähig. Pilze wie Champignons, Pfifferlinge und Steinpilze gedeihen nach Regen im Herbst besonders gut. Auch rote Bete, Sellerie und Kohlrabi haben nun Hochsaison.
Winter: Lagerobst, Kohl, Wurzelgemüse, Feldsalat und Lauch
Im Winter dominieren lagerfähige Sorten. Äpfel und Birnen aus Lagerhaltung bleiben bis Februar/März erhältlich. Kohlsorten wie Weißkohl, Rotkohl und Grünkohl sind robust und bis März zu finden. Wurzelgemüse wie Möhren, Pastinaken und Rüben lagern gut durch den Winter. Feldsalat und Endivien wachsen auch in kalten Monaten auf den Feldern. Lauch, Knollensellerie und Schwarzwurzeln bereichern winterliche Mahlzeiten. Dies ist die perfekte Zeit für deftige Eintöpfe und Suppen.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Saisonobst günstiger?
Transportkosten und Lagerhaltung für exotische Früchte entfallen. Regionale Früchte werden in großen Mengen gleichzeitig geerntet und verkauft, was die Preise senkt.
Sind Tiefkühl-Beeren weniger wertvoll als frische?
Nein. Gefrorene Beeren werden oft unmittelbar nach der Ernte tiefgekühlt und behalten so ihre Nährstoffe. Manchmal sind sie sogar vitaminreicher als lange transportierte „frische" Früchte.
Wann beginnen Erdbeeren in Deutschland wirklich?
Die ersten Erdbeeren erscheinen ab Mai in klassischen Anbauregionen. Frühjahrserdbeeren im März/April stammen aus südlichen Ländern oder beheizten Gewächshäusern.
Nutzen Sie einen Saisonkalender, um bewusster einzukaufen. So sparen Sie Geld, unterstützen lokale Bauern und genießen Obst und Gemüse mit maximalem Geschmack. Ein Tipp: Viele Wochenmärkte bieten saisonale Produkte zu fairen Preisen an.